Berufsintegrierte Ausbildung zum/r staatl. anerk. Erzieher/in

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Wolfgang Scheffler, Bildungsgangleiter

Viele Menschen stehen irgendwann in ihrem Leben vor der Herausforderung, sich beruflich neu zu orientieren. Der erlernte Beruf bietet keine Chancen mehr oder man entdeckt, dass man eigentlich mehr bewegen wollte. Es ist oft ein finanzielles und organisatorisches Problem, in der Lebensmitte beruflich noch einmal von vorne anzufangen. Eine Unterstützung soll Dir die Möglichkeit einer berufsintegrierten Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher bieten.

Der Unterricht ist so strukturiert, dass parallel zur Ausbildung bereits in dem angestrebten Beruf gearbeitet werden kann. Außerdem werden Formen des Unterrichts gewählt, die auch denjenigen, die schon lange nicht mehr „die Schulbank gedrückt haben“, einen guten Einstieg ins Lernen ermöglichen. Wer in der Mitte seines Lebens steht, lernt nicht schlechter – nur anders.

Der Weg zum Beruf:

Das Berufskolleg Bleibergquelle bietet an der Fachschule für Sozialpädagogik die Ausbildung zur staatlich geprüften Erzieherin / zum staatlich geprüften Erzieher als berufsintegrierte Ausbildung an. Die Ausbildung dauert drei Jahre, wobei das Berufsanerkennungsjahr in die theoretische Ausbildung integriert ist. Das bietet besonders Berufsumsteigem die Gelegenheit, während der Ausbildung in dem zukünftigen Beruf Geld zu verdienen.

Das Tätigkeitsfeld:

Die Absolventinnen und Absolventen werden für vielfältige Aufgaben qualifiziert. Es stehen ihnen nach erfolgreichem Abschluss viele unterschiedliche Möglichkeiten in sozialpädagogischen Handlungsfeldern offen. Sie können verantwortlich in Feldern der Erziehungs-, Bildungs-, und Betreuungsarbeit, in Familien-, Jugend-, und Altenarbeit, in der Behindertenhilfe, sowie auch bei Aufgabenstellungen im Bereich der „Inklusion“ eingesetzt werden.

Ziel des Ausbildungsganges:

Die Fachschule für Sozialpädagogik fördert die Studierenden im Bereich der Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz für den Beruf der Erzieherin / des Erziehers mit dem Abschluss „Staatlich anerkannte Erzieherin / Staatlich anerkannter Erzieher“.  Außerdem können sie parallel die Fachhochschulreife und die Allgemeine Hochschul-Zugangsberechtigung erwerben.

Aufnahmebedingungen:

Voraussetzungen für die Aufnahme sind

  • die Fachhochschulreife im Sozial- und Gesundheitswesen, die Allgemeine Flochschulreife und Praktika im Sozial- und Gesundheitswesen oder eine einschlägige Berufsausbildung (z.B. in der Kinderpflege, Sozialassistenz u.a.) oder eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anderen Bereich mit mindestens zweijähriger beruflicher Erfahrung im Sozial- und Gesundheitswesen
  • Einzelfallregelungen sind durch die Schulleitung möglich

Dauer der Ausbildung:

Die Ausbildung dauert drei Jahre, wobei die praktische Ausbildung in die theoretische integriert ist. Je nach Arbeitsfeld kann der praktische Teil der Ausbildung entlohnt werden. Die Ausbildung beginnt jeweils nach den Sommerferien von NRW.

Unterrichtsfächer:

Die theoretischen Unterrichtsinhalte sind während der Ausbildungsdauer in den praktischen Teil der Ausbildung integriert.

Fächer des berufsbezogenen Lernbereichs: Sozialpädagogische Theorie und Praxis, Bildungsbereiche in der Kinder- und Jugendarbeit (z.B. Musik, Sprache, Bewegung, Medien, Kunst, Spiel, Kultur,…) Religionspädagogik, Projektarbeit, Praxis in Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit.

Berufsübergreifender Lernbereich: Die Fächer Deutsch/Kommunikation, Englisch, Gesellschaftslehre/Politik, Naturwissenschaften sind ebenfalls Bestandteil des Unterrichtsangebotes. Sie sollen den Unterricht im berufsbezogenen Lernbereich ergänzen und einseitiger Spezialisierung entgegenwirken.

Differenzierungsbereich: Neben den vorgeschriebenen Unterrichtsfächern gibt es einen Differenzierungsbereich, der für unterschiedliche Ziele genutzt wird. Fächer im Differenzierungsbereich sind z.B. Mathematik und Informatik.

Praktika:

Da die praktische Ausbildung in die theoretische integriert ist, muss während der Ausbildung nur einmal ein Praktikum von vier Wochen in einem weiteren pädagogischen Arbeitsfeld absolviert werden. Das soll verhindern, dass man praktische Erfahrungen nur in einem sozialpädagogischen Handlungsfeld erwirbt.

Unterrichtsorganisation: 

Der Unterricht geschieht in 14-tägigen Blöcken, die pro Jahr viermal stattfinden. Ergänzend dazu gibt es Phasen des Selbstlernunterrichts zwischen den Blöcken, praxisbezogene Aufgaben und Problembasiertes-Lernen (PBL), das in Kleingruppen zwischen den Blöcken organisiert ist. Der praktische Teil der Ausbildung wird durch regelmäßige Besuche der Lehrerinnen und Lehrer in den Praxisstellen begleitet.

Prüfungen:

Nach drei Jahren wird sowohl die theoretische Prüfung (1. Teil des Fachschulexamens) absolviert als auch das Abschlusskolloquium (2. Teil des Fachschulexamens) präsentiert. Der Studierende erarbeitet im dritten Jahr der Ausbildung ein Kolloquiumsthema, in dem er anhand der Auseinandersetzung mit diesem die theoretische und praktische Kompetenz fachlich miteinander verbindet.

Kosten der Ausbildung:

Kosten fallen für eine Eigenbeteiligung an Lernmitteln, für Arbeitsmaterialien und Fotokopien an. Siehe dazu auch das Merkblatt „Schule kostet Geld“.

Gemeinsam stark.

Soziales Lernen und ein Schulleben, in dem der christliche Glaube erfahrbar wird, sind Merkmale, die unsere Schule prägen. Als christliche Schule in Trägerschaft des Diakonissen-Mutterhauses Bleibergquelle sind wir für Schülerinnen und Schüler anderer Religionen und Weltanschauungen offen.

So spricht GOTT der Herr:
„Denn mein Plan mit euch steht fest:
Ich will euer Glück
und nicht euer Unglück.
Ich habe im Sinn,
euch eine Zukunft zu schenken,
wie ihr sie erhofft.
Das sage ich, der Herr.“

Die Bibel, Jeremia 29,11

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